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Anna Holzmann beste Österreicherin beim VCM incl. TV – Auftritt

………in neuer PB von 3:03:06

Wir gratulieren!!!

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BERICHT:

Mit ca. 31000 TeilnehmerInnen, davon 8000 über die Marathon-Distanz, ging der 39. VCM am Sonntag wieder fast wie in „normalen“ Zeiten über die Bühne. Eine pandemiebedingte Neuerung wirbelte jedoch die Live-Berichterstattung kräftig durcheinander. Die 5-minütige Startverzögerung des 2. Blocks zum 1. führte nämlich dazu, dass Carola Bendl-Tschiedel aus Startblock 1 die längste Zeit für die führende Österreicherin gehalten wurde.

Doch in Analogie zu Kiesenhofers olympischem Geniestreich war es wieder eine Anna, die ihr Training als Amateurin selbst organisiert und mit ihrem aus Block 2 gestarteten Rennen sich selbst wohl am meisten überraschte. In der ersten Hälfte noch auf Kurs auf eine Zeit unter 3 Stunden, musste Anna Holzmann vom SC Zwickl Zwettl zwar wegen Seitenstechens etwas Tempo rausnehmen, konnte sich aber so weit zurückkämpfen, dass ihre schnellsten Kilometer dort aufscheinen, wo viele bereits vom berüchtigten „Mann mit dem Hammer“ geschlagen werden. Der verfehlte sie jedoch so deutlich, dass sie auf den allerletzten Kilometern das Begleitmotorrad des ORF zunächst skeptisch musterte, weil es nicht von ihrer Seite weichen wollte. Aus dem frenetischen Jubel der Zuschauermenge vernahm sie mit jedem erstaunlich dynamisch wirkenden Laufschritt immer deutlicher ihren Namen. Obwohl es ihr langsam dämmerte, wagte sie kaum zu träumen, dass dieser Zieleinlauf der mit Abstand beflügelndste und denkwürdigste ihrer Laufkarriere sein würde. Im selben Moment kündigte der Sprecher das Eintreffen der schnellsten Österreicherin des Vienna City Marathons an – Anna Holzmann!! So schwer die Beine bei der Staatsoper noch gewesen waren, so leichtfüßig schwebte sie nun mit einem strahlenden Grinsen und weit ausgebreiteten Armen in einem regelrechten Glücksrausch über den blauen Teppich auf dem Ring zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 3:03:06 ins Ziel. Getragen von einer unvergleichlichen Euphorie nahm sie als beste Österreicherin zutiefst dankbar die Glückwünsche ihrer überwiegend männlichen Mitstreiter entgegen. Damit war sie über 1 Minute schneller als die überrumpelte Zweite und knapp 12 Minuten schneller als ihr stolzer Vater Hermann Holzmann, der als 5. in seiner Altersklasse einmal mehr bewies, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

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