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Daniel in Götzis

Hier sein Bericht von der Masters – ÖM im Ländle:

ÖLV Masters-Meisterschaften in Götzis – Ein erfolgreiches Wettkampfwochenende

Wie bereits angekündigt, ging es für mich voller Elan zu den Österreichischen Masters-Meisterschaften nach Götzis in Vorarlberg. Drei intensive Wettkampftage standen auf dem Programm – mit insgesamt zehn Bewerben und am Ende nicht weniger als zehn Medaillen.


Freitag – Auftakt mit dem Hammerwurf

Der Wettkampf begann für mich bereits am Freitagabend mit dem Hammerwurf um 17Uhr

Dabei standen 6 Versuche zur Verfügung. Gleich mit dem ersten Wurf gelang mir dabei eine neue persönliche Bestweite von 13,99 Metern, worüber ich mich über die erste Silbermedaille an diesem Wochenende freute.
Das war natürlich eine große Erleichterung, denn mein persönliches Minimalziel war damit bereits erreicht. Mit einem guten Gefühl konnte es somit in die Samstag Bewerbe gehen.

Samstag – Ein voller Wettkampftag

Am Samstag begann mein Tag um 11 Uhr mit dem 100-Meter-Lauf. Wobei ich mit etwas Respekt an den Start ging. Da ich im vergangenen Jahr, mir ausgerechnet bei einem Sprint einen Muskelfasereinriss zuzog.

Daher stand verletzungsfrei durchzukommen im Vordergrund. Die Zeit war für mich dabei eher zweitrangig, schließlich gehören die Sprintbewerbe nicht zu meinen Parade-Disziplinen.

Trotzdem stellte ich mich der Herausforderung und absolvierte sowohl die 100 Meter als auch um 12:15 Uhr die 200 Meter. Am Ende konnte ich mich über einen dritten Platz in der M35 freuen.

Nur 30 Minuten später ging es bereits mit dem Speerwurf weiter. Hier hatte ich mir einiges vorgenommen. Ganz hat es dafür leider nicht gereicht mit 21,21m und das gleich im ersten Versuch, was mit Platz 2 endete.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es um 13:45 Uhr mit dem 800-Meter-Lauf weiter. Eine neue Bestzeit war zwar nicht unbedingt das Ziel, aber ich wollte dieser möglichst nahe kommen. In der ersten Runde blieb das Feld vorne gut zusammen, doch in der zweiten Runde verschärfte meine Konkurrent das Tempo deutlich. Ich musste diese ziehen lassen, konnte mir aber trotzdem den zweiten Platz in der M35 sichern mit der Zeit von 2:31;02min

Danach stand der 5000m Lauf um 16:30Uhr am Plan zudem ich mich kurzfristig entschieden habe an den Start zu gehen.
Über 12,5 Runden galt es dabei noch einmal alles aus sich herauszuholen. Die ersten drei bis vier Runden konnte ich mich noch in einer Spitzengruppe von fünf Läufern halten und lief dabei konstant einen Schnitt von etwa 3:35 Minuten pro Kilometer mit.
Ab der 5 Runde wurde mir das Tempo jedoch zunehmend zu schnell und ich musste die Gruppe ziehen lassen. Danach lief ich ein weitgehend einsames Rennen. Der Abstand nach vorne wurde größer, gleichzeitig konnte ich aber auch die Läufer hinter mir auf Distanz halten.

Schlussendlich überquerte ich die Ziellinie nach 18:41 Minuten. Das entsprach zwar nicht ganz meinem eigentlichen Leistungsniveau, angesichts der bereits absolvierten Bewerbe an diesem Tag war ich mit dieser Leistung zufrieden und den 3.Platz in meiner Klasse erreichte
Damit war auch der Samstag geschafft

Sonntag – Noch einmal vier Bewerbe

Am Sonntag begann mein Wettkampftag bereits um 10:15 Uhr mit dem 1.500-Meter-Lauf.

Da relativ wenige Läufer am Start waren, entwickelte sich für mich ein schwieriges Rennen. An der Spitze bildete sich eine kleine Gruppe mit zwei Läufern, dahinter eine weitere Gruppe. Ich lief als Verfolger nach, da das Leistungsniveau zu stark war, konsentrierte ich mich darauf, mein eigenes Rennen zu laufen. Am Ende wurde ich in der M35 Zweiter. Da ein anderer schnellerer Konkurrent aus meiner Altersklasse, an diesem Tag leider nicht angetreten oder verhindert war.

Nach rund eineinhalb Stunden Verschnaufpause ging es bereits weiter. Der Zeitplan am Sonntag war insgesamt sehr dicht.

Um 11:45 Uhr folgte der 400-Meter-Lauf. Auch dieser Bewerb war für mich eine große persönliche Überwindung.
Wie bei den anderen Sprintbewerben ging ich den Start relativ kontrolliert an und versuchte, das Rennen konstant zu laufen. Mit einer Zeit von 69Sekunden war ich angesichts meines derzeitigen Leistungsstandes und vor allem angesichts des verletzungsfreien Wettkampfes absolut zufrieden.

Danach wurde es zeitlich ziemlich knapp, da bei den Österreichischen Masters-Meisterschaften im Stadion die Siegerehrungen üblicherweise relativ zeitnah nach den Bewerben stattfinden und der  Diskusbewerb bereits um 12Uhr auf dem Programm stand.

Im Diskus hatte ich mir an diesem Wochenende besonders viel vorgenommen. Da ich in den anderen Bewerben aufgrund der starken Konkurrenz kaum Chancen auf eine Goldmedaille sah, wollte ich im Diskus zumindest versuchen, meine erste Gold Medaille bei Österreichischen Masters-Meisterschaften im Stadion zu erreichen.
Leider sollte es diesmal noch nicht reichen.

Trotzdem konnte ich mich über eine neue persönliche Bestleistung und den 2.Platz freuen und erreichte im letzten Versuch mit dem 2-Kilogramm-Diskus 18,09 Meter auch wenn am Ende rund drei Meter auf den  Konkurrenten fehlten.

Als Abschluss entschloss ich mich am Sonntagmorgen noch kurzfristig zu einer Nachmeldung für den Weitsprung anhand der geringeren Teilnehmerzahl und wollte den Wettkampf einfach noch mit einem weiteren Bewerb ausklingen lassen.

Nach insgesamt bereits neun Bewerben waren natürlich die Kräfte weitgehend aufgebraucht. Daher ging es beim Weitsprung nicht mehr darum, eine absolute Bestleistung aufzustellen, sondern den Wettkampf noch einmal zu genießen und einen schönen Abschluss zu finden.

Auch hier konnte ich mich schließlich über den zweiten Platz in der M35 freuen.

Damit gingen drei intensive Wettkampftage in Götzis zu Ende. Insgesamt standen für mich zehn Bewerbe und zehn Medaillen zu Buche: sieben Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen.

Natürlich möchte ich diese Bilanz auch realistisch einordnen. Die zehn Medaillen bedeuten für mich nicht, dass ich in allen Bewerben absolute sportliche Meisterleistungen erbracht hätte. In diesem Jahr waren einfach das Teilnehmerfelder in meiner Altersklasse M35 teilweise kleiner als in den vergangenen Jahren. Einige Konkurrenten mussten kurzfristig absagen oder waren bei anderen Veranstaltungen im Einsatz, da im September zahlreiche sportliche, kulturelle und andere Veranstaltungen statt jedoch auch in allen anderen Klassen ähnlich
Das hat natürlich Einfluss auf die Größe und Zusammensetzung der Teilnehmerfelder. Das kann von Jahr zu Jahr völlig anders aussehen.

Trotzdem schmälert das für mich die Freude über die zehn Medaillen keineswegs. Ich bin über jede einzelne Medaille und jede einzelne Leistung sehr glücklich, denn sie spiegeln, den derzeitigen Leistungsstand wieder und Verletzungsfrei zu bleiben.

Alles in allem war es für mich ein super, super tolles Wochenende in Götzis und sicherlich eines meiner schönsten Wochenenden bei Österreichischen Meisterschaften. Die Reise nach Vorarlberg ist schließlich nicht gerade ein Katzensprung, aber angesichts der Erlebnisse, Leistungen und Medaillen hat sich die Fahrt für mich absolut gelohnt und konnte den LC Waldviertel bestens präsentieren und habe mich über die vielen bekannten Gesichter wieder getroffen.

Zehn Bewerbe, zehn Medaillen – siebenmal Silber und dreimal Bronze.

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