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Daniel HABLE bei der Berglauf – Masters-WM in Tschechien (mit Update)

Teil 2: Up- & Downhill Sonntag:

Nachdem ich mich zusätzlich für den Sonntagsbewerb angemeldet hatte, nutzte ich den Samstag bewusst zur Regeneration und zur Vorbereitung auf das zweite Rennen.

Der Bewerb startete um 9:00 Uhr. Diesmal wurde jedoch ein Up-and-Downhill-Rennen ausgetragen.

Im Gegensatz zum Freitag erfolgte der Start in die entgegengesetzte Richtung von Freitag. Dadurch entfiel anfangs die erste Schleife und es ging direkt von Ort bergauf in Richtung Talstation. Nach etwa 1,5 Kilometern begann erneut der steile Anstieg über die Skipiste.

Da ich mich diesmal intensiver mit dem Streckenprofil beschäftigt hatte, wusste ich bereits vor dem Start genau, wie der Rennverlauf aussehen würde. Dadurch konnte ich meine Kräfte wesentlich besser einteilen und mein Tempo gezielt dosieren und entschied mich bewusst für eine etwas defensivere Startphase. Da Ich wusste, dass auf den bergauf Passagen jeder zusätzliche Laufschritt gegenüber dem Gehen einen entscheidenden Zeitvorteil bringt. Deshalb wechselte ich immer wieder zwischen kurzen Lauf- und Gehpassagen. An den besonders steilen Stellen blieb allerdings auch mir wieder nichts anderes übrig, als zu gehen.

Nach etwa 3,5 Kilometern war der höchste Punkt der Strecke geschafft. Dort befand sich eine Labestation mit Wasser und isotonischen Getränken. Anschließend folgte ein leicht bergab führendes Asphaltstück bis ungefähr Kilometer 4,5 bevor der eigentliche Downhill begann.

Der Bergab-Abschnitt stellte sich für mich als deutlich anspruchsvoller heraus als der Anstieg. Da ich bislang hauptsächlich Straßenläufe auf flachen Strecken gewohnt war. Technisches Bergablaufen gehört daher nicht unbedingt zu meinen größten Stärken. Trotzdem nahm ich meinen Mut zusammen und lief kontrolliert bergab, um lieber etwas vorsichtiger zu laufen und ohne Sturz das Ziel zu erreichen.
Da zusätzlich noch etwas Heu auf der Strecke lag und immer wieder mussten Wasserrinnen zur Entwässerung der Skipiste überquert werden.

Als die Talstation erreicht war, wusste ich ungefähr, was mich noch erwartete. Jener Abschnitt, den wir am Freitag bergauf gelaufen waren, musste diesmal bergab absolviert werden. Der Waldboden mit einigen Wurzeln war zwar technisch anspruchsvoll, aber übersichtlich. Dort gelang es mir sogar nochmals einige Konkurrenten zu überholen und wertvolle Zeit gutzumachen.

Danach folgten nur noch die letzten 500 Meter bis ins Ziel. Dort hieß es noch einmal, alle verbliebenen Kräfte zu mobilisieren und das Tempo bis zur Ziellinie hochzuhalten.

Überglücklich erreichte ich schließlich das Ziel und war sehr froh, auch den zweiten Bewerb bei den erneut hohen Temperaturen erreicht zu haben mit einer Zeit von 52:04min als gesamt 110. Platz, M35 21. Platz

Nach dem Zieleinlauf nutzte ich noch die Verpflegungsstationen, packte anschließend die Sachen und trat schließlich die rund dreieinhalbstündige Heimreise an.

Rückblickend kann ich sagen, dass dieses Wochenende für mich ein voller Erfolg war. Die Entscheidung, an der Berglauf-Weltmeisterschaft der Masters in Janské Lázně teilzunehmen, war definitiv eine meiner besten. Durch die relativ kurze Anreise vom Waldviertel bot sich diese Gelegenheit perfekt an. Gleichzeitig war diese Weltmeisterschaft für mich einer der größten Wettkämpfe und sicherlich einer der bisherigen Höhepunkte meiner Laufkarriere.

LINK zu allen Ergebnissen

Teil 1(Uphill Freitag):

Gleich von Anfang an muss man sagen das diese WM der Masters eine ganz ganz andere Liga ist, die ich bis dato nicht gewohnt war, da hier sehr viele Nationatitäten aus der ganzen Welt zusammen kommen von M35 bis ins hohe Alter bis kurz vor 80 Jahren, männlich und weiblich und sicher einige die zuvor Leistungssport betrieben haben oder hatten dabei sind

Nachdem ich bereits seit einigen Jahren in der Masters-Kategorie startberechtigt bin, entschied ich mich vor rund zwei Monaten, kurz vor Anmeldeschluss, an der Berglauf-Weltmeisterschaft der Masters im tschechischen Janské Lázně im Riesengebirge teilzunehmen. Solche sportlichen Herausforderungen stehen schließlich auch auf meiner persönlichen To-do-Liste.

Von 26. bis 28. Juni finden dort die Titelkämpfe mit drei Bewerben statt: dem klassischen Berglauf am Freitag, der Long Distance am Samstag und dem Up-and-Downhill-Rennen am Sonntag. Ich entschied mich für einen Start beim klassischen Berglauf sowie beim abschließenden Up-and-Downhill-Bewerb.

Der klassische Berglauf führte über ca.7,7 Kilometer und hatte es in sich. Da ich weder die Strecke noch die internationale Konkurrenz kannte, lautete mein Ziel lediglich, das Rennen gut zu bewältigen und möglichst im Mittelfeld zu landen. Nach dem Start um 13 Uhr zeigte sich schnell, dass dieser Bewerb seinem Namen alle Ehre machte. Bereits nach wenigen hundert Metern wartete der erste steile Anstieg in ein Waldstück hinein. Es folgten abwechslungsreiche Wald-Schotter und Wiesenwege, bevor der eigentliche Härtetest begann nach der Talstation der Seilbahn, wobei gleich damit das sehr sehr steile Stück war mit einer Skipiste bergauf zu laufen und das gleich ca.1,5km lang, auf denen sehr sehr viele Läufer und wahrscheinlich selbst die stärksten Läufer immer wieder ins Gehen wechseln mussten.

Auch ich musste die steilsten Passagen gehend bewältigen, konnte mein Tempo jedoch gut einteilen und auf den flacheren Abschnitten immer wieder etwas gutmachen, und danach nochmals ungefähr das selbe wobei auch einige flache und bergab Passagen immer wieder im Wald oder auf der Wiese zu laufen waren. Nach dem letzten Anstieg war das Ziel bereits in Sicht, und die letzten Kräfte reichten aus, um die magische Stundenmarke noch zu unterbieten. Mit einer Zeit von 59:56 Minuten erreichte ich überglücklich das Ziel.

Im Ziel wartete eine Verpflegung auf die Teilnehmer, ehe man mit der Seilbahn wieder zurück ins Tal fahren konnte. Rückblickend bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, als Gesammt 150 von 335 Teilnehmer und in der Klasse M35 als 26 von 34 (wobei das Startfeld sehr stark war) ,das Ziel erreicht zu haben. Die Strecke war deutlich anspruchsvoller als erwartet und verlangte allen Athleten alles ab. Umso größer ist die Freude über das gelungene Debüt bei einer Berglauf-Weltmeisterschaft der Masters. Nun richtet sich der Fokus auf den zweiten Bewerb, den Up-and-Downhill-Lauf am Sonntag.

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